Wikinger Kostüm Kinder
Wikinger Kostüm für Kinder: Abenteuer zum Anziehen
Wenn man mich fragt, welches Kostüm Kinder sofort begeistert, dann kommt mir als erstes das Wikinger Kostüm für Kinder in den Sinn. Mein Sohn zum Beispiel wollte letztes Jahr unbedingt als Wikinger zum Fasching gehen – kein Superheld, kein Polizist. Wikinger! Und ich muss zugeben: Die Idee war gut. Denn mit so einem Kostüm kann ein Kind nicht nur wild aussehen, sondern auch in eine andere Zeit eintauchen.
Man sieht es bei vielen Kindern: Sobald das Kostüm sitzt, wird aus dem stillen Beobachter ein lauter Krieger oder eine furchtlose Schildmaid. Und genau das macht für mich den Reiz eines Wikinger Kostüm aus. Es ist nicht glatt und perfekt – es darf grob aussehen, rustikal, getragen. Das passt zu Kindern, die sich gern bewegen, ausprobieren und in fremde Rollen schlüpfen. Man merkt richtig, wie sie mit jedem Teil des Kostüms ein Stück mehr in diese wilde Welt der Nordmänner eintauchen.
Was macht ein Wikinger Kostüm so besonders?
Kinder lieben starke Figuren. Und Wikingergeschichten sind voll davon. Kämpfe auf hoher See, mutige Entdecker, tapfere Frauen mit Schilden – das alles bietet Stoff für Fantasie ohne Ende. Es geht nicht darum, furchteinflößend zu wirken. Es geht ums Spielen, ums Erleben, ums Eintauchen. Und genau das funktioniert mit einem Wikinger Kostüm erstaunlich gut. Besonders, wenn es etwas rauer aussieht – Fell, Lederoptik, Riemen, all das wirkt auf Kinder wie ein Freifahrtschein ins Abenteuer.
Ein Wikinger Kostüm ist dabei auch vielseitig einsetzbar. Nicht nur im Karneval oder zu Halloween. Auch für Theateraufführungen, Kindergeburtstage mit Motto oder einfach so zum Spielen zu Hause. Die Kleidung wird oft zum Alltagsbegleiter im Kinderzimmer und wandert von einem Abenteuer ins nächste. Manche Kinder ziehen es sogar nach der Schule an, weil es einfach dazugehört. Ich habe es bei uns oft erlebt: Sobald das Kostüm im Raum liegt, dauert es keine fünf Minuten, bis das Spiel beginnt.
Was gehört zu einem Wikinger Kostüm für Kinder?
Die Kleidung: Rustikal und praktisch
Die Grundausstattung besteht meistens aus einer lockeren Tunika – oft aus Leinen oder einem ähnlichen Stoff – und einer einfachen Hose. Farben wie Dunkelbraun, Grau oder Moosgrün machen sofort was her. Wichtig: nichts sollte kneifen oder jucken. Kinder wollen sich bewegen, toben, kämpfen, rennen.
Ich habe für meinen Sohn eine alte Leinenbluse gekürzt und mit groben Stichen verziert. Sah top aus und war sogar bequem. Die Hose war eine alte Jogginghose, die wir mit Stoffresten beklebt haben, damit sie robuster aussieht.
Fell und Umhänge: Das gewisse Extra
Ein Stück Kunstfell über die Schultern gelegt oder als Umhang getragen macht sofort Eindruck. Es muss gar nicht kompliziert sein. Ich habe für meinen Sohn ein altes Stück Stoff mit Fellkante umfunktioniert – hat super funktioniert und sah klasse aus. Man kann auch alte Decken zweckentfremden, mit Bändern fixieren oder anknöpfen.
Ein Umhang kann auch aus einem düsteren Wollstoff bestehen. Am besten mit einem simplen Band um den Hals gebunden oder mit einem großen Knopf versehen. Kinder fühlen sich dadurch sofort wie aus einer anderen Zeit. Das Rascheln, das Gewicht, das Schwingen beim Laufen – das alles macht etwas mit dem Spielgefühl.
Helm & Waffen: Aber bitte sicher
Viele denken bei Wikingern direkt an Helme mit Hörnern. Die sind zwar historisch falsch, aber Kinder lieben sie. Wer’s etwas näher an der Realität mag, nimmt einen schlichten Helm ohne Deko. Dazu gehören natürlich Waffen – aber nur aus Schaumstoff oder leichtem Holz. Sicherheit geht immer vor.
Ein Schwert lässt sich auch leicht selbst basteln. Mit dicker Pappe, etwas Alufolie oder silberner Farbe und ein paar Stoffresten für den Griff entsteht schnell eine realistische Waffe – ganz ohne Verletzungsgefahr. Mein Sohn hat sich sogar selbst Runen aufgemalt und sie mit Filzstift auf das „Metall“ gezeichnet.
Ein kleiner Schild – ebenfalls aus Pappe – kann das Kostüm abrunden. Am besten mit einem Griff aus festem Karton oder einem alten Gürtelrest.
Selbstgemacht oder gekauft?
Ein Kostüm selbst basteln – gar nicht so schwer
Wenn man ein bisschen Zeit hat (und Lust auf ein kleines Projekt), ist ein selbstgemachtes Kostüm eine schöne Sache. Man kann Stoffe selbst aussuchen, dem Kind bei der Gestaltung mit einbeziehen und auf Details achten. Ich habe z. B. zusammen mit meinem Sohn ein Schwert aus dicker Pappe gebaut und mit Silberlack besprüht. Er war stolz wie Oskar.
Was man braucht:
Leinenstoff für die Tunika
Kunstfell für den Umhang
Gummiband oder Kordel als Gürtel
Pappe, Moosgummi oder Schaumstoff für Helm und Schwert
Stoffreste für Details
Acrylfarben zum Bemalen von Waffen oder Schilden
Ein Heftfaden oder Zierband für Stiche
Etwas Geduld – und Spaß daran
Wer lieber näht, findet online unzählige Schnittmuster. Man kann aber auch ganz simpel improvisieren – ein großer Stoffrest, ein alter Gürtel, fertig ist die Tunika.
Wenn’s schnell gehen muss: Fertige Kostüme
Nicht jeder hat Zeit oder Lust zum Basteln. In dem Fall gibt es fertige Wikinger Kostüme in allen möglichen Ausführungen. Ob schlicht oder mit viel Deko – man findet eigentlich für jedes Kind das Passende. Wichtig ist nur, dass das Material angenehm auf der Haut liegt und das Kind sich wohlfühlt.
Ich persönlich habe mit Kostümen von Amazon gute Erfahrungen gemacht, aber auch kleinere Onlineshops bieten schöne Varianten – oft sogar handgemacht. Wer mehr Wert auf Individualität legt, wird bei Plattformen wie Etsy oder DaWanda fündig. Dort findet man zum Teil wirklich außergewöhnliche Teile mit viel Liebe zum Detail.
Details, die den Unterschied machen
Es sind oft die Kleinigkeiten, die aus einem einfachen Wikinger Kostüm etwas Besonderes machen. Ein bemalter Holzschild mit Runen drauf, ein Lederbeutel am Gürtel, ein Paar Stulpen – all das verleiht der Verkleidung Charakter. Wenn man ein bisschen bastelt, lassen sich diese Extras ganz leicht selbst anfertigen. Sogar ein einfaches Stirnband mit ein paar Ziernähten wirkt sofort stimmig.
Ein toller Trick: Mit einem Weinkorken und etwas dunkler Farbe kann man ganz leicht „Schmutz“ ins Gesicht malen. Das wirkt wie Ruß oder Kampfspuren und macht richtig Eindruck. Kinder lieben solche Details.
Auch Kinder, die nicht gern Masken oder Helme tragen, können sich mit einem bemalten Gesicht oder ein paar Zöpfen (auch bei Jungs!) sofort in Wikingerlaune bringen lassen. Ich habe bei meinem Sohn kleine Perlen in die Haarspitzen eingeflochten – das kam richtig gut an.
Tipps für Eltern aus Erfahrung
Weniger ist oft mehr: Nicht alles muss perfekt sein. Kinder merken sich nicht, ob ein Gürtel aus Leder oder Baumwolle ist. Hauptsache, sie fühlen sich wohl.
Flexibilität einbauen: Besonders für jüngere Kinder ist es praktisch, wenn sie das Kostüm leicht an- und ausziehen können – z. B. für den Toilettengang beim Kindergartenfest.
Immer an die Sicherheit denken: Keine scharfen Kanten, keine echten Metallteile. Kostümzubehör sollte stabil, aber ungefährlich sein.
Auf das Kind hören: Wenn das Kind sagt, der Helm stört, dann lässt man ihn weg. Wenn es lieber barfuß spielen will, spricht auch nichts dagegen.
Wann trägt man ein Wikinger Kostüm?
Natürlich ist der Klassiker der Karneval oder Fasching. Aber auch Geburtstagsfeiern mit Motto oder Halloween bieten sich an. In manchen Schulen gibt es Projektwochen oder Mittelaltertage – auch da ist so ein Kostüm super einsetzbar. Mein Sohn trägt seines übrigens auch einfach mal zum Spielen im Garten. Wieso auch nicht?
Solche Kostüme laden zum freien Rollenspiel ein. Das heißt: Kinder erfinden Geschichten, stellen Szenen nach, reden mit verstellter Stimme oder bilden Gruppen mit Freunden, die auch verkleidet sind. Das ist nicht nur spaßig, sondern auch gut für die soziale Entwicklung. Kommunikation, Körperbewusstsein und kreatives Denken werden ganz nebenbei gefördert.
Ich habe erlebt, wie mein Sohn mit Freunden eine „Wikinger-Welt“ gebaut hat: aus Decken, Kissen, Stühlen und allem, was sie finden konnten. Es ging über Stunden. Und das Kostüm war der Einstieg in dieses Spiel.
Lohnt es sich, in ein gutes Wikinger Kostüm zu investieren?
Ganz ehrlich: Ja. Es muss kein teures Markenprodukt sein, aber ein bisschen Mühe macht sich bezahlt. Kinder tragen ihre Lieblingskostüme oft über Jahre – nicht unbedingt, weil sie passen, sondern weil sie dazugehören. Und mit ein bisschen Fantasie wird aus einer einfachen Verkleidung ein Teil ihrer eigenen kleinen Geschichte.
Ich habe bei uns erlebt, dass ein gutes Kostüm immer wieder hervorgeholt wird: beim Kindergeburtstag, wenn Freunde zu Besuch sind, an Regentagen, bei Theaterstücken im Wohnzimmer. Die Kinder brauchen keinen Plan. Sie brauchen nur ein paar Requisiten – der Rest entsteht wie von selbst.
Ein gut gemachtes Wikinger Kostüm ist wie ein Schalter. Es schaltet das Kind in einen anderen Modus. Und das ist unbezahlbar.
Fazit
Ein Wikinger Kostüm für Kinder ist eine wunderbare Möglichkeit, die Fantasie anzuregen und die Neugier auf Geschichte zu wecken. Ob selbst gemacht oder gekauft – es lohnt sich, ein bisschen Zeit oder Liebe zu investieren. Kinder erinnern sich an solche Momente. An den Tag, als sie wie ein Krieger durch den Garten zogen. Oder als sie mit selbstgebasteltem Schild ihre Freunde „verteidigten“.
Und vielleicht, nur vielleicht, steckt in jedem Kind ein kleiner Wikinger. Man muss ihn nur rauslassen.